Über Barbara Zeschmar-Lahl

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Recycling Becomes Feedstock for Europe – Let’s Dare More Autonomy (2026)

Lahl, U., Zeschmar-Lahl, B., Börger, L., Carus, M., vom Berg, C., 2026: Recycling Becomes Feedstock for Europe – Let’s Dare More Autonomy. https://doi.org/10.52548/LFPX3960

Die Veröffentlichung zeigt auf, wie das Ziel der Transformation oder Defossilisierung der europäischen Industrie Schritt für Schritt umgesetzt werden kann. Die Kernpunkte wurden auf der Grundlage von Diskussionen innerhalb des EU-Thinktanks der DGAW entwickelt, auf Fachkonferenzen vorgestellt und diskutiert und in diesem Paper mit Forschungsergebnissen des nova-Instituts kombiniert.

Es wird gezeigt, wie Rechtsbereiche auf EU-Ebene besser integriert werden können, was zu neuen Prioritäten für die Industrie und die Abfallwirtschaft führen wird. Dazu gehört auch die Einstufung aller Recyclingtechnologien, von mechanischen und physikalischen bis hin zu chemischen Verfahren und sogar der Verbrennung mit CO₂-Abscheidung und -Nutzung als gleichwertig, da alle Verfahren für die Umwandlung der verschiedenen Abfallfraktionen und Zielprodukte benötigt werden. Insgesamt führen die zehn in dem Papier abgeleiteten und analysierten Vorschläge auch zu einer erheblichen Verringerung des Verwaltungsaufwands.

Es gibt einige wichtige Vorschläge, die auf bereits von der EU eingeführten Instrumenten aufbauen, wie beispielsweise Substitutionsquoten für ausgewählte Kunststoffsektoren. Die Autoren nennen auch Vorschläge, die derzeit diskutiert oder von den Mitgliedstaaten vorgebracht werden. Es gibt jedoch auch Vorschläge zur schrittweisen Abschaffung bestehender Vorschriften. Es ist wichtig, dass die Vorschläge aufeinander aufbauen und als Teil eines in sich geschlossenen, schrittweisen Gesamtpakets koordiniert umgesetzt werden.

Glücklicherweise wird mehr Autonomie in der EU zunehmend zum Mainstream und ist auch einer der Eckpfeiler der neuen EU-Ratspräsidentschaft. Solange dies jedoch nicht in die Praxis umgesetzt wird, bleiben mehr Autonomie und Widerstandsfähigkeit nichts weiter als ein Narrativ. Und der Weg dorthin wird mit Schwierigkeiten gepflastert sein.

Recycling Becomes Feedstock for Europe – Let’s Dare More Autonomy

14. Januar 2026

Die Veröffentlichung zeigt auf, wie das Ziel der Transformation oder Defossilisierung der europäischen Industrie Schritt für Schritt umgesetzt werden kann. Die Kernpunkte wurden auf der Grundlage von Diskussionen innerhalb des EU-Thinktanks der DGAW entwickelt, auf Fachkonferenzen vorgestellt und diskutiert und in diesem Paper mit Forschungsergebnissen des nova-Instituts kombiniert.

Es wird gezeigt, wie Rechtsbereiche auf EU-Ebene besser integriert werden können, was zu neuen Prioritäten für die Industrie und die Abfallwirtschaft führen wird. Dazu gehört auch die Einstufung aller Recyclingtechnologien, von mechanischen und physikalischen bis hin zu chemischen Verfahren und sogar der Verbrennung mit CO₂-Abscheidung und -Nutzung als gleichwertig, da alle Verfahren für die Umwandlung der verschiedenen Abfallfraktionen und Zielprodukte benötigt werden. Insgesamt führen die zehn in dem Papier abgeleiteten und analysierten Vorschläge auch zu einer erheblichen Verringerung des Verwaltungsaufwands.

Es gibt einige wichtige Vorschläge, die auf bereits von der EU eingeführten Instrumenten aufbauen, wie beispielsweise Substitutionsquoten für ausgewählte Kunststoffsektoren. Die Autoren nennen auch Vorschläge, die derzeit diskutiert oder von den Mitgliedstaaten vorgebracht werden. Es gibt jedoch auch Vorschläge zur schrittweisen Abschaffung bestehender Vorschriften. Es ist wichtig, dass die Vorschläge aufeinander aufbauen und als Teil eines in sich geschlossenen, schrittweisen Gesamtpakets koordiniert umgesetzt werden.

Glücklicherweise wird mehr Autonomie in der EU zunehmend zum Mainstream und ist auch einer der Eckpfeiler der neuen EU-Ratspräsidentschaft. Solange dies jedoch nicht in die Praxis umgesetzt wird, bleiben mehr Autonomie und Widerstandsfähigkeit nichts weiter als ein Narrativ. Und der Weg dorthin wird mit Schwierigkeiten gepflastert sein.

Die Studie können Sie über den Link unten herunterladen.

Download Report

Novelle des Verpackungsgesetzes – verpasst Deutschland eine Chance?

8. Januar 2026

Mehr Verpackungsabfall soll recycelt werden. Das Bundesumweltministerium will bei der Novelle des Verpackungsgesetzes aber zwei Türen für eine besser funktionierende Kreislaufwirtschaft nur ein wenig öffnen: die für ein wirklich hochwertiges werkstoffliches Recycling und die für das chemische Recycling, das der Chemieindustrie einen Rohstoff für neue Kunststoffe liefern würde. Das Ministerium favorisiert damit weiterhin das „Downcycling“.

Mehr dazu im aktuellen Beitrag von Prof. Dr. Uwe Lahl im Magazin VDI energie + umwelt.

VDI energie + umwelt

Kunststoffrecycling und gefährliche Stoffe – Risk Cycle. Vorschau auf den Innsbrucker Abfall- und Ressourcentag 2026

10. Dezember 2025

Neue Kunststoffe bestehen aus immer komplexeren Additivrezepturen und Polymeren. Kann das Recycling von gemischten Verpackungskunststoffen neue Produkte überhaupt noch sicher machen oder ist der Rezyklat-Einsatz in verbrauchernahen Produkten sogar gefährlich? In seinem Vortrag auf dem Innsbrucker Abfall- und Ressourcentag 2026 am 4.2.2026 zum Thema „Kunststoffrecycling und gefährliche Stoffe – Risk Cycle“ befasst sich Prof. Dr. Uwe Lahl nicht nur mit diesen Fragen, sondern stellt auch die neuesten Erkenntnisse und politischen Entwicklungen hierzu dar. Unten finden Sie einen Link zum Programmflyer sowie zur Webseite der Tagung mit dem Anmeldeformular.

Veröffentlichungen zum Thema:

  • Lahl U.,  Zeschmar-Lahl B. (2025): Der neue Markt an Recycling-Additiven – Handlungsbedarf für den Gesetzgeber. Müll und Abfall 7, 376-382. ONLINE
  • DGAW (2025): Ressourcen.Neu.Denken. Podcast, Folge 41. ONLINE
  • Lahl U., Zeschmar-Lahl B. (2024): Material Recycling of Plastics—A Challenge for Sustainability. Sustainability 2024, 16, 6630. ONLINE
  • Lahl U., Lechtenberg D., Zeschmar-Lahl B. (2024): Kunststoffe in der Abfallwirtschaft – closing the loop? Österr Wasser- und Abfallw (2024) 76, 7–8. ONLINE
  • Lahl U., Lechtenberg D., Zeschmar-Lahl B. (2024): Kunststoffrecycling und gefährliche Stoffe – RISK CYCLE. Müll und Abfall 4, 195–204. ONLINE – Beitrag basierend auf der Erstveröffentlichung in Abfallwirtschaft und Energie 1 (2024) ONLINE
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Link zur Anmeldung

Zehn Forderungen für die Kreislaufwirtschaft – Vorschau auf die BKAWE26

30. November 2025

Prof. Dr. habil. Uwe Lahl  wird auf der Berliner Konferenz Abfallwirtschaft und Energie 2026 (BKAWE26) am 28. Januar 2026 eine Impuls-Keynote zum Thema "Zehn Forderungen für die Kreislaufwirtschaft" halten. Bereits im Frühjahr 2025 hatten seine Mitautoren und er in zehn Handlungsfeldern ressourcenpolitische und abfallwirtschaftliche Prioritäten analysiert und Eckpunkte bestimmt, von denen sie glauben, dass sie den Industriestandort Europa weiterbringen können (siehe unsere News vom 16. Mai 2025). Hierbei hatten sie sich auf Kunststoffe und Biomasse konzentriert, weil hier wichtige nicht-fossile Kohlenstoffquellen (renewable carbon) für die Industrie in Europa erschlossen werden können. Mit Blick auf die differenzierenden, aber auch kritischen Stimmen, die das Papier erfahren hat, wurde diese Analyse nachgeschärft und wurden Regulierungsvorschläge für einen Rechtsrahmen ergänzt, der Investitionen in den Klimaschutz und die Zukunft der chemischen Industrie ermöglichen kann.

Den Programmflyer können Sie über den Link unten herunterladen oder Sie nutzen den Link zur BKAWE26-Webseite.

 

DOWNLOAD Programmflyer
BKAWE26-Webseite

Präsentation zum Advanced Recycling Congress am 19.11.2025 in Köln verfügbar

23. November 2025

Prof. Dr. Uwe Lahl hat auf der Advanced Recycling Conference am 19.11.2025 in Köln in seinem Vortrag „Europe After 2030 – The Development of Waste Management into an Industrial Location Factor“ dargestellt, welchen Beitrag die Kreislaufwirtschaft zur Defossilisiserung des Rohstoffeinsatzes der Chemischen Industrie liefern kann. Der Beitrag ist ein Update einer Veröffentlichung in Müll und Abfall 5, 2025.

Die finale Version seiner Präsentation zum Vortrag ist nunmehr verfügbar.

Präsentation ARC, 19.11.2025
Müll und Abfall 5, 2025

Europe After 2030 – The Development of Waste Management into an Industrial Location Factor (ARC, 19.11.2025)

5. November 2025

Prof. Dr. Uwe Lahl wird auf der Advanced Recycling Conference am 19.11.2025 in Köln in seinem Vortrag „Europe After 2030 – The Development of Waste Management into an Industrial Location Factor“ vorstellen, welchen Beitrag die Kreislaufwirtschaft zur Defossilisiserung des Rohstoffeinsatzes der Chemischen Industrie liefern kann. Der Beitrag ist ein Update einer Veröffentlichung in Müll und Abfall 5, 2025.

Kritisch bei der Defossilisierung der Industrie ist die Fokussierung der Gesetzgebung in Brüssel zu sehen, die einerseits viel zu stark auf den Wasserstoffpfad setzt und gleichzeitig Erstinvestitionen in den Aufbau von Infrastrukturen überreguliert. Auch in Deutschland wurde in der Vergangenheit einseitig auf finanzielle Förderungen einzelner Transformations-Projekte gesetzt (Capex-Förderungen). Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass es politisch zwar einfacher ist, diese Förderungen umzusetzen. Dies reicht aber nicht aus, weil zusätzlich auch die Randbedingungen geschaffen werden müssen, damit die defossilisierten Produkte wettbewerbsfähig sind und dann auch gekauft werden. Bei der notwendigen Regulierung ist vielmehr ein kluger Policy Mix gefordert, der einerseits verbindliche Ziele auf Ebene der einzelnen Unternehmen setzt, der andererseits aber auch die Schaffung von zuverlässigen Märkten für defossilisierte Produkte fördert.

Weitere Einzelheiten sind auf der Webseite der Veranstaltung zu finden.

Advanced Recycling Conference 2025
Müll und Abfall 5, 2025

Metrics are the key: development of criteria and indicators for measuring sustainability in international chemicals management

2. September 2025

Auf dem Weltgipfel der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg im Jahr 2002 wurde vereinbart, bis zum Jahr 2020 die schädlichen Auswirkungen von Chemikalien auf Mensch und die Umwelt zu minimieren. Zur Umsetzung dieses sogenannten ‚2020-Ziels‘ wurde 2006 der ‚Strategische Ansatz für ein Internationales Chemikalienmanagement‘ (SAICM) geschaffen. Da das Mandat für SAICM 2020 endete, wurde bereits 2015 mit den Arbeiten an einem Nachfolge-Rahmenwerk begonnen. U.a. wegen der COVID-Pandemie zogen sich die Verhandlungen über die konkrete Ausgestaltung in die Länge. Schließlich wurde zum Abschluss der 5. Internationalen Chemikalienkonferenz (ICCM5) am 30. September 2023 in Bonn unter deutscher Präsidentschaft das ‚Global Framework on Chemicals‘ (GFC) mit der ‚Bonn Declaration for a Planet Free of Harm from Chemicals and Waste‘ angenommen.

Dabei wurde dem GFC auch das Mandat erteilt, Indikatoren für die von der Konferenz angenommenen Ziele und Vorgaben zu entwickeln. Diese Aufgabe wird nun in Angriff genommen. Die GFC kann sich dabei auch auf die Ergebnisse unseres Projekts zu Indikatoren für das zukünftige globale Chemikalien- und Abfallmanagement stützen, das vom Umweltbundesamt in Auftrag gegeben wurde. In Kürze: Die Indikatoren verbinden das Konzept der nachhaltigen Chemie mit den Erfordernissen eines vernünftigen Umgangs mit Chemikalien und Abfällen. Eine Liste der 23 wichtigsten Indikatoren aus diesem Projekt wurde kürzlich vom deutschen Vertreter in der zuständigen Arbeitsgruppe, Dr. Christopher Blum (Umweltbundesamt), in das GFC eingebracht. Wir freuen uns, dass die in diesem Projekt entwickelten Indikatoren nun als eine Grundlage für die zuständige GFC-Arbeitsgruppe (Open-Ended Ad Hoc Group on Measurability and Indicators) dienen. Wir wollen diesen wichtigen Ansatz des GFC weiter unterstützen. Die geplante wissenschaftliche Publikation zu den in diesem Projekt entwickelten Indikatoren ist soeben erschienen:

C. Blum, B. Zeschmar-Lahl, E. Heidbüchel, H. C. Stolzenberg, K. Kümmerer, A. Becker and H. Friege: Metrics are the key: development of criteria and indicators for measuring sustainability in international chemicals management. RSC Sustainability, 2025, D5SU00135H. DOI: 10.1039/D5SU00135H. Received 26th February 2025, accepted 8th August 2025, first published on 2nd September 2025.

Weitere Links:

Metrics are the key: development of criteria and indicators for measuring sustainability in international chemicals management (2025)

C. Blum, B. Zeschmar-Lahl, E. Heidbüchel, H. C. Stolzenberg, K. Kümmerer, A. Becker and H. Friege: Metrics are the key: development of criteria and indicators for measuring sustainability in international chemicals management. RSC Sustainability, 2025, D5SU00135H. DOI: 10.1039/D5SU00135H. Received 26th February 2025, accepted 8th August 2025, first published on 2nd September 2025

Supplementary files:

 

Der neue Markt an Recycling-Additiven – Handlungsbedarf für den Gesetzgeber (Müll und Abfall, 2025)

11. Juli 2025

Der Beitrag von Prof. Dr. habil. Uwe Lahl und Dr. Barbara Zeschmar-Lahl zum Thema „Der neue Markt an Recycling-Additiven – Handlungsbedarf für den Gesetzgeber“ ist in der Fachzeitschrift Müll und Abfall 7, 2025, erschienen.

In den letzten Jahren hat sich ein Markt für chemische Additive zur Verbesserung der Qualität von Kunststoff-Rezyklaten etabliert. Für diese Additive werden hohe Wachstumschancen erwartet. Die Produkte sind sehr vielfältig und können beispielsweise zur Nach-Stabilisierung von Rezyklaten oder zur Reduzierung unangenehmer Gerüche eingesetzt werden. Weiter sind Produkte am Markt, die geschädigte Polymere wieder reparieren können. Und es werden Additive angeboten, die die Mischbarkeit inhomogener Sortierfraktionen verbessern. Die Autoren haben im Auftrag eines Kunststoff-Recyclers den Versuch unternommen, die chemische Identität und Rahmenrezeptur dieser Kunststoff-Additive in Erfahrung zu bringen. Diese Informationen sind allerdings zumeist nicht offengelegt. Selbst in den verfügbaren Sicherheitsdatenblättern war die Zusammensetzung dieser Produkte regelmäßig nicht enthalten. Nur in Einzelfällen waren deklarationspflichtige Einzelstoffe angegeben. Aus Gesprächen und der grauen Literatur ist aber bekannt, dass für diese Produkte zum Teil hochreaktive Substanzen eingesetzt werden, die in den Extrudern direkt der heißen Schmelze zugeführt werden sollen. Nachdem die mittelständische Recyclingbranche schon mit Kunststoffabfällen konfrontiert ist, die verbotene Additive aus der Vergangenheit enthalten (risk cycle, legacy chemicals), tut sich hier für die Zukunft ein neues Problem auf: sind diese Praktiken ausreichend sicher? Die Autoren raten hier zur Vorsicht und daher vom Einsatz von Recycling-Additiven ab, deren chemische Identität und Rahmenrezeptur nicht preisgegeben wird.

Unten finden Sie einen Link zur Bestellmöglichkeit beim Erich Schmidt Verlag.

 

Müll und Abfall 7, 2025
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