Leistungen
Unsere Arbeitsschwerpunkte.
Kreislaufwirtschaft und Rohstoffe
Die originäre Aufgabe der Abfallbeseitigung war und ist es, das im Abfall vorhandene Potenzial an für Mensch oder Umwelt gefährlichen Organismen und Stoffen zu minimieren. Zudem sollen Abfälle als sekundäre Ressourcen möglichst stofflich, anderenfalls energetisch genutzt werden, um Primärressourcen zu schonen.
Die BZL GmbH beschäftigt sich seit Jahren mit zahlreichen Aspekten der Kreislaufwirtschaft, von ökologischen Fragestellungen (Stoffflussanalysen im Rahmen von Genehmigungsfragen oder Schwachstellenanalysen, ökobilanziellen Fragestellungen, Klimarelevanz von Maßnahmen) über gesundheitliche Aspekte (Arbeitsschutz, Umwelthygiene) und Fragen von Legislative und Vollzug bis hin zu Akzeptanz und Kommunikation. In unseren jüngsten Projekten haben wir uns mit gefährlichen Stoffen in der Kreislaufwirtschaft, insbesondere in Kunststoffen und deren Beitrag zur nachhaltigen Kreislaufwirtschaft befasst.
Energie und Klimaschutz
Um das globale Ziel des Pariser Abkommens, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius oder sogar auf nicht mehr als 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, will Deutschland seine Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 55 % gegenüber dem Niveau von 1990 senken und langfristig – bis zum Jahr 2050 – weitgehend treibhausgasneutral werden. Laut Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung ist dabei der Umbau der Energiewirtschaft von zentraler Bedeutung. Weitere Handlungsfelder sind Gebäude, Verkehr, Industrie, Landwirtschaft und Sonstige.
Die BZL GmbH beschäftigt sich seit Jahren mit vielen Facetten der Energieversorgung und des Klimaschutzes, wie klimarelevante und andere Emissionen der Energieversorgung, erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Ressourcenschutz, Mobilität, Kreislaufwirtschaft oder kommunaler Klimaschutz.
Chemiepolitik und nachhaltige Chemie
Die chemische Industrie hat heute zwei Gesichter. Einerseits ist sie als Rohstoff- und Energieverbraucher ein wesentlicher Emittent und damit Problemverursacher; andererseits: „Chemie ist dann nachhaltig, wenn sie nachhaltig zur nachhaltigen Entwicklung beiträgt. Eine exaktere Definition der nachhaltigen Chemie ist nicht möglich, denn die Chemie und ihre Produkte sind so vielfältig, dass immer ein spezifischer Aspekt nicht, nicht richtig oder nicht vollständig getroffen wird. Nachhaltige Chemie ist Weg und Ziel zugleich. Sie ist keine neue Teildisziplin der Chemie, sondern ein Leitbild, das Orientierung gibt. … Nachhaltige Chemie geht von der jeweils benötigten Funktion aus. Sie erfordert Kenntnisse der gesamten Chemie, geht weit über die betrieblichen Wertschöpfungsketten hinaus und berücksichtigt alle Beteiligten und Betroffenen entlang des Lebenswegs chemischer Produkte und deren Interaktion. Mit dieser erweiterten Sichtweise rückt der Service-Gedanke („Chemie für was und für wen“) als Grundlage der Wertschöpfung in den Vordergrund … Nachhaltige Chemie eröffnet neue Geschäftsfelder und bietet Herstellern viele Vorteile, z. B. wenn durch Chemical Leasing, Services oder Digitalisierung keine Produktionsausweitung notwendig ist oder der Bedarf an und damit die Abhängigkeit von Rohstoffen geringer wird….“ (Prof. Klaus Kümmerer, 2017).
Die BZL GmbH beschäftigt sich seit Jahren mit zahlreichen Aspekten der (nachhaltigen) Chemie, von der Chemiepolitik über internationales Chemikalienmanagement bis hin zur Ressourceneffizienz in der chemischen Industrie. In unseren jüngsten Projekten haben wir uns mit Sound Management of Chemicals and Waste (SMCW) und dem Strategischen Ansatz für ein internationales Chemikalienmanagement (Strategic Approach to International Chemicals Management = SAICM), mit den Schnittstellen zwischen Chemikalien-, Produkt- und Abfallrecht, mit grüner bzw. nachhaltiger Chemie oder mit gefährlichen Stoffen in der „Circular Economy“ befasst. 2017 und 2018 war die BZL GmbH bei der Vorbereitung und Durchführung von zwei nationalen Vorbereitungs-Workshops (= Fachgespräche) des Umweltbundesamtes zu vordringlichen Chemieproblemen (Emerging Policy Issues, EPI) im Rahmen von SAICM (Strategischer Ansatz zum internationalen Chemikalienmanagement) beteiligt.
Im mittlerweile abgeschlossenen Projekt „Beyond 2020: Sustainable Chemistry as orientation and pace maker for Sound Management of Chemicals and Waste (SMCW)“ im Auftrag des Umweltbundesamtes geht es darum, Indikatoren zur Messung der Fortschritte auf dem Weg zur nachhaltigen Chemie und einem nachhativkeitsorienteirten Chemikalienmanagement zu entwickeln. Diese Indikatoren sollen die Überprüfung der Fortschritte bei den Zielen ermöglichen, die derzeit im Rahmen des Intersessionalen Prozesses von SAICM und SMCW nach 2020 entwickelt und diskutiert werden.
Seit Anfang 2025 arbeitet die BZL GmbH als Teil eines Konsortiums an einem Projekt, das nachhaltige Chemie als Teil der globalen Transformation im Sinne der UN-Agenda 2030 voranbringen wird. Das Forschungsvorhaben „Roadmap to 2030“ (Auftraggeber: Umweltbundesamt, FKZ: 3724 65 701 0) hat zum Ziel, mögliche Beiträge Deutschlands zur Umsetzung des GFC zu identifizieren und vorzubereiten. Siehe dazu auch unsere Meldung vom 8. April 2025.
Ressourcen
Ein schonender und gleichzeitig effizienter Umgang mit natürlichen Ressourcen wird eine Schlüsselkompetenz zukunftsfähiger Gesellschaften oder Unternehmen sein. Natürliche Ressourcen sind erneuerbare und nicht erneuerbare Primärrohstoffe, Energieressourcen (Energierohstoffe, strömende Ressourcen, Strahlungsenergie), Luft, Wasser, Fläche (und Boden bei dessen agrar- und forstwirtschaftlicher Nutzung), Biodiversität (genetische Vielfalt, Artenvielfalt, Vielfalt der Ökosysteme) und Ökosystemleistungen inklusive der Senkenfunktion der Umweltmedien (Wasser, Boden, Luft) (VDI ZRE: Bedeutung der Ressourceneffizienz). Neben den nicht erneuerbaren Rohstoffen gelten laut Umweltbundesamt die Ressource Biodiversität und von Erosion betroffener Boden als nicht erneuerbar (UBA: Glossar zum Ressourcenschutz).
Die BZL GmbH beschäftigt sich seit Jahren mit den verschiedenen Aspekten der Nutzung bzw. Inanspruchnahme von Ressourcen, wie die Ressourcen- oder Energieeffizienz, die Nutzung von Abfällen als Sekundärrohstoffe, die Inanspruchnahme von Umweltmedien oder Schutz und Förderung der Biodiversität. In diesem Zusammenhang waren wir auch im Auftrag des VDI Zentrum Ressourcen Effizienz an den Arbeiten des VDI zur Vereinheitlichung der Methodik zur Bestimmung der Ressourceneffizienz beteiligt.
Nachhaltigkeit und CSR
„CSR ist die Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft.“
EU-Richtlinie 2014/95/EU
Im Jahr 2015 haben die Vereinten Nationen ihre Agenda für nachhaltige Entwicklung bis 2030 und die neuen Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) verabschiedet. Die SDGs rufen ausdrücklich alle Unternehmen auf, ihre Kreativität und ihr Innovationspotenzial zu nutzen, um die Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung zu meistern. Die Erwartungshaltung vieler Investoren hat sich ebenfalls deutlich gewandelt: Sie messen den Erfolg und die Performance von Unternehmen nicht mehr nur am EBITDA und dem Shareholder Value, sondern vermehrt auch an den sogenannten ESG-Kriterien (Environment, Social und Governance). Investoren achten auch zunehmend darauf, wie gut Unternehmen auf neue Anforderungen wie den Übergang in eine low carbon economy, auf Chancen wie Urbanisierung oder Digitalisierung, aber auch Risiken wie z.B. den Klimawandel oder Menschenrechtsprobleme in der Lieferkette, vorbereitet sind. Mittlerweile bewerten Ratingagenturen und Fonds Unternehmen sogar danach, welchen Wert sie langfristig für die Gesellschaft erzeugen – z.B. welchen Beitrag sie zum Erreichen einzelner SDGs leisten. Ein entsprechendes Rating ist für Unternehmen wiederum attraktiv, weil sie dadurch beispielsweise von günstigeren Finanzierungskonditionen profitieren können.
In der EU hat zudem die „CSR-Richtlinie“ (Richtlinie 2014/95/EU im Hinblick auf die Angabe nicht-finanzieller und die Diversität betreffender Informationen) die bis dato rein freiwillige Berichterstattung zu ESG-Themen für große, börsennotierte Unternehmen verpflichtend gemacht. Seit vielen Jahren haben zahlreiche Unternehmen, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind, bereits über diese Themen in eigenen Nachhaltigkeitsberichten oder integrierten Geschäftsberichten berichtet.
2021 hat die EU-Kommission zudem im Rahmen des europäischen Green Deals die Anforderungen an Nachhaltigkeitsberichterstattung und Sustainable Finance erhöht. Mit der sogenannten Corporate Sustainability Reporting Directive , kurz CSRD, hat sie am 21. April 2021 weitreichende Vorschläge für eine Änderung der Bilanzrichtlinie 2013/34/EU, der Transparenzrichtlinie 2004/109/EG, der Abschlussprüfungsrichtlinie 2006/43/EG und der Abschlussprüferverordnung (EU) Nr. 537/2014 vorgelegt. Diese sieht die Einführung verbindlicher europäischer Berichterstattungsstandards (European Sustainability Reporting Standards, ESRS) vor. Diese sollen u.a. Vorgaben enthalten für zu berichtende ESG-Themen, also zu Environment (die sechs Umweltziele der EU, die auch in der Taxonomie-Verordnung enthalten sind), Soziales (gesellschaftliche Aspekte) und Governance (Unternehmensführung und -kontrolle). Sie sollen zudem auch Leitlinien zum Verfahren enthalten, anhand dessen Unternehmen die Nachhaltigkeitsinformationen ermitteln. Das Europäische Parlament hat den im Wege der Verhandlungen modifizierten Entwurf der CSRD am 10.11.2022 beschlossen. Die finalen ESRS sollen als delegierte Rechtsakte der Kommission spätestens zum 30.10.2023 bzw. 30.10.2024 in Kraft treten und danach mindestens alle drei Jahre überprüft werden.
Seit gut 25 Jahren berät und unterstützt die BZL GmbH Unternehmen beim Aufbau ihres Nachhaltigkeitsmanagements und bei der Erstellung ihrer Nachhaltigkeitsberichte.
Internationales
Die Bewältigung globaler Umweltprobleme wie der Klimawandel oder die ubiquitäre Verbreitung von Schadstoffen wie Quecksilber oder POPs erfordern ein gemeinsames, abgestimmtes Vorgehen auf internationaler Ebene. Die BZL GmbH bietet hier fachliche Unterstützung bei der Entwicklung von politischen Zielen, Strategien und Programmen sowie deren Umsetzung.