Über Barbara Zeschmar-Lahl

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More than 30 Years of PVC Recycling in Europe — A Critical Inventory (Sustainability, 2024)

9. Mai 2024

Der Beitrag von Prof. Dr. habil. Uwe Lahl und Dr. Barbara Zeschmar-Lahl zum Thema „More than 30 Years of PVC Recycling in Europe — A Critical Inventory“ ist in der Sonderausgabe von Sustainability: Resources and Waste Management erschienen (Sustainability 2024, 16, 3854).

PVC ist der Massenkunststoff, dem die vielfältigsten und mengenmäßig größten Mengen an Additiven zugesetzt werden. Das macht PVC schwer verwertbar. In den 1980er Jahren kündigte die PVC-Industrie an, die Nachhaltigkeit des Materials durch stoffliches Recycling zu verbessern. Doch nach drei Jahrzehnten ist das Recycling-Ergebnis eher dürftig. Der größte Teil der PVC-Abfälle in Europa wird immer noch in Müllverbrennungsanlagen entsorgt. Die vielen Versuche, den Chlorkreislauf durch Müllverbrennung zu beenden und parallel dazu das chemische Recycling auszubauen, waren nicht erfolgreich. Die Hauptgründe dafür sind die Menge und Vielfalt der Zusatzstoffe, Altchemikalien (Legacy-Additive) und wirtschaftliche Interessen.

Ende 2023 hat die Europäische Chemikalienagentur ECHA auf Ersuchen der EU-Kommission einen „Investigation Report“ zu PVC vorgelegt. In einem weiteren Beitrag analysieren die Autoren, welche regulatorischen Konsequenzen aus ihrer Sicht zu ziehen sind. Dieser Beitrag befindet sich derzeit im Review-Verfahren und kann auf preprints.org eingesehen und kommentiert werden.

Unten finden Sie einen Link zum Download des Beitrags, zur Sonderausgabe mit weiteren interessanten Beiträgen und zum zweiten Beitrag.

 

 

Sustainability 2024
Sustainability: Special Issue
2. Beitrag auf preprints.org

SAICM post-2020: Abschlussbericht veröffentlicht (UBA-Texte 78/2024)

30. April 2024

Ende September 2023 hat die Weltchemikalienkonferenz (ICCM5) mit der Verabschiedung des „Global Framework on Chemicals“ (GFC) über das Folge-Rahmenwerk für SAICM entschieden. Das GFC hat den weltweiten nachhaltigen Umgang mit Chemikalien über deren gesamten Lebenszyklus inklusive daraus hergestellter Produkte und Abfälle zum Ziel. In dieser Studie wurden Indikatoren unter Nutzung des Konzepts der Nachhaltigen Chemie erarbeitet. Zu diesem Zweck wurden etablierte Indikatoren auf ihre Anwendbarkeit durchsucht und anhand Kriterien charakterisiert. Die Kriterien berücksichtigen u.a. Relevanz, Eindeutigkeit, Messbarkeit und Verfügbarkeit von Daten sowie wichtige Kriterien der Nachhaltigen Chemie.

Auftragnehmer waren die N3 Nachhaltigkeitsberatung Dr. Friege & Partner, Voerde (Projektleitung), und das Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP), Wuppertal, sowie im Unterauftrag die BZL GmbH und die Akademie Dr. Obladen, Berlin. Ende April 2024 ist der Abschlussbericht zum Projekt auf der Webseite des Umweltbundesamtes veröffentlicht worden:

Friege H., Heidbüchel E., Zeschmar-Lahl B.: Nachhaltigkeitsindikatoren für Chemikalienmanagement. Beiträge zu anstehenden Entwicklungsarbeiten im neuen Global Framework for Chemicals. Herausgeber: Umweltbundesamt. UBA-Texte 78/2024

 

Kunststoffrecycling und gefährliche Stoffe – Risk Cycle (Müll und Abfall, 2024)

19. April 2024

Der aktualisierte Beitrag von Prof. Dr. habil. Uwe Lahl und seinen beiden Co-Autoren zum Thema „Kunststoffrecycling und gefährliche Stoffe – Risk Cycle“ ist in der Fachzeitschrift Müll und Abfall 4, 2024, erschienen.

Die Herstellung neuer Kunststoffartikel ist immer anspruchsvoller geworden, was die Polymere, aber auch die Additivrezepturen betrifft. Kann das Recycling von gemischten Verpackungskunststoffen den heutigen Anforderungen an neue Produkte überhaupt gerecht werden? Wir halten dies für illusorisch. Eine ehrliche Bewertung der Leistung des Post-Consumer (PC)-Recyclings von Kunststoffverpackungen (verkaufte Verpackungen vs. Rezyklate in neuen Produkten) für Deutschland zeigt: Das Ergebnis der quantitativen stofflichen Verwertung ist eher mager (vielleicht 20 %) und die recycelten Produkte sind von minderer Qualität. Aufgrund der überwältigenden Datenlage zu gefährlichen Stoffen („legacy additives“) in Kunststoffrezyklaten empfehlen wir, diese nicht mehr in verbrauchernahen Produkten (Kinderspielzeug, Lebensmittelkontaktmaterialien/-verpackungen, Innenraumprodukte, Textilien usw.) einzusetzen.

Unten finden Sie einen Link zur Bestellmöglichkeit beim Erich Schmidt Verlag.

 

 

Müll und Abfall 4, 2024

Riskcycling (Festschrift für Martin Führ, 2023)

Lahl, U. (2023): Riskcycling – was mich mit Martin Führ verbindet. In: Julian Schenten, Bettina Brohmann, Rebecca Niebler (Hrsg.): Menschen und Moleküle in der Transformation – Festschrift für Martin Führ, sofia Berichte 2023, S. 64-65

Wienerberger veröffentlicht kombinierten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2023

 

Quelle: Dma wb, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

25. März 2024

Seit mehreren Jahren beraten wir die Wienerberger AG bei der Weiterentwicklung ihres Nachhaltigkeitsmanagements. Dazu zählt auch die wissenschaftliche Beratung bei der Erstellung des Berichts über die nichtfinanzielle Leistung gemäß Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) und der Nachhaltigkeitsberichterstattung nach GRI-Standard; so auch beim kombinierten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2023. Dieser steht seit dem 25. März 2024 auf der Webseite von Wienerberger zum Download bereit.

 

NACHHALTIGKEITSBERICHT 2023
GESCHÄFTS- & NACHHALTIGKEITSBERICHT 2023
Microsite Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht 2023

Chemische Energien (2023)

Lahl, U. (2023): Chemische Energien. In: Hermann, W. (Hrsg.): Antriebswende. Strategien, Positionen und Meinungen zur neuen Mobilität. Molino-Verlag, 53-82

Leider hat sich im Text auf Seite 71 der Fehlerteufel eingeschlichen. Im „Fazit Effizienz“ muss es heißen:
Die Flächeneffizienz ist ein „pro“ für das ICE. Hingegen ist die Antriebseffizienz das zentrale »pro«, was für das BEV spricht.

Abkürzungen:
ICE = Internal Combustion Engine (Pkw mit Verbrennungsmotor)
BEV = Battery Electric Vehicle (Elektroauto mit Batterie)

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