17. Juli 2026

Kunststoffe haben unsere Lebenswirklichkeit in den letzten 100 Jahren stark verändert, nicht immer nur zum Guten. Die Journalistin Saabira Chaudhuri hat kürzlich recherchiert, wann und warum Recyclingversprechungen abgegeben wurden (Consumed – How Big Brands Got Us Hooked on Plastic). Und warum kein einziges gehalten wurde. Das letzte große Recyclingversprechen in Deutschland wurde von führenden Markenartiklern 2012 auf einer Tagung im Schloss Krickenbeck bei Düsseldorf abgegeben. Unter Moderation der Ellen Mac-Arthur-Stiftung wurde die Selbstverpflichtung unterzeichnet, bis 2025 alle Verpackungen wiederverwendbar oder recyclebar zu machen. Auch dieses Versprechen wurde gerissen.

Auch mit dem Grünen Punkt wurde  ein Recycling-Versprechen abgegeben. Interessant ist, dass es bis heute keine belastbaren Zahlen gibt, wieviel Kunststoff-Rezyklate tatsächlich jedes Jahr erzeugt werden. Und es ist auch nicht bekannt, wieviel ‚virgin plastic‘ dadurch eingespart wurde. Das wäre in etwa so, als ob ein Automobil-Unternehmen seine jährlich produzierten Pkw über einen Schätzfaktor ermitteln würde. All dies hat natürlich finanzielle, aber auch technische und polymerchemische Gründe. Diese werden in einer Keynote dargestellt, die Prof. Dr. Uwe Lahl auf der 38. VDI-/ITAD-Fachkonferenz Thermische Abfallbehandlung 2026 in Würzburg am 22.9.2026 halten wird.

Unten finden Sie den Link zur VDI-Webseite der Veranstaltung und zum Programmflyer (PDF).

Veranstaltungs-Webseite
Programmflyer (PDF)